Unsere Neger im Osten

Montag, 31. August 2015

Sachsen mal wieder. Und Brandenburg. Thüringen legt auch nach. Sachsen-Anhalt ebenso. Mecklenburg-Vorpommern hat sich auch schon was geleistet. Warum ausgerechnet immer in den neuen Bundesländern dieser Hass auf Fremde? Liegt das in der sozialistischen Erziehung begründet? War etwa der real existierende Sozialismus auch nur so eine faschistische Gesellschaft mit Hammer und Sichel, ein den Rassismus förderlicher Staat? Haben die Heidenauer damals besonders eifrig Rassenkunde studiert in feschen Blauhemden? Heidenau? Darf man das eigentlich noch sagen? Heidenau? Das wird man doch noch mal sagen dürfen! Und dann diese vier Homunkuli mit ihren traurigen Fackeln von der Trierer NPD. Aus dem schönen Trier. Das in Mecklenburg-Anhalt - woher sonst? Tiefstes Nazi-Ostdeutschland eben. Das weiß man doch, Mensch!

Immer die Ossis. Nach der Wende hatten wir hier im Westen gesalzenen Abscheu vor ihnen. Die Arbeit würden sie uns wegnehmen. Sich im Sozialstaat ausruhen. Zum Arbeiten waren sie ja ohnehin nicht zu gebrauchen. Was haben die denn schon geschafft? Alles Nonsens gewesen drüben.
Dann klangen diese Vorurteile und Befürchtungen langsam ab und es gab rassistische Übergriffe in Rostock-Lichtenhagen, Greifswald, Wismar. Da war es uns wieder ganz klar, dass drüben nur Neonazis leben, fiese Ausländerhasser, durch und durch Rassisten. Die im Osten halt - weiß man doch! Solingen und Mölln lagen damals noch in Osten.
Dann klangen diese Bedenken behutsam auch wieder ab und die Arbeitslosigkeit stieg, Hartz IV stand in den Startlöchern und wir sahen es wieder ganz deutlich vor unserem westlichen Auge: Die Ossis sind faule Schweine, kriegen ihren Arsch nicht hoch, jammern nur und sind negativ eingestellt. Daher die hohe Arbeitslosenquote bei denen. Weil sie verwöhnt sind von Erich - sowas weiß man doch!
Dann klangen selbst diese Gedanken sukzessive wieder ab, denn auch im Westen wurde es wirtschaftlich schlechter und es summierten sich wieder Übergriffe auf Asylbewerber. Die Ossis waren doch immer schon rechts - auch als sie links waren. Och Mensch, das weiß man doch!

Und während all das geschah, erzählte man sich hierzulande, wie schlecht gebildet diese Leute im Osten doch waren. Dumm und mit Scheuklappen. Stauben jetzt bloß noch Soli ab, obgleich es ihren Kommunen großartig geht. Armer Westen! Ossis laufen bei RTL II über den Bildschirm. Dort sind sie Verlierer, Klageweiber und -kerle. Fremdkörper in der Gesellschaft. Teuer und subventionsgeil. Wie gut ginge es der Bundesrepublik doch heute, hätte sie diese Menschen nicht an der Backe. Der Genosse Honecker hätte sie uns doch noch eine Weile vom Hals halten sollen.

Egal was auch in diesem Land geschieht: Geschiehts auch im Osten, macht man daraus eine Mentalitätsfrage. Weil die Ossis als Teil dieser Berliner Republik mit denselben Affekten gesegnet sind, wie der ganze bittere Rest des Landes, taugen sie gar vortrefflich als Prell- und Sündenböcke, als Alibidebatte und Ablenkungsdiskussion. Wo man über Strukturen sprechen sollte, über blühende Landschaften, die es nie gab, über Treuhand und Zerschlagung, über Aberkennung der Lebensleistung, über abziehende Unternehmen und verwaiste Landstriche, über die Rückkehr von Wölfen vor den Toren Berlins und fehlende Anreize zur Schaffung von Arbeitsplätzen, da macht man eine Frage des ostdeutschen Charakters daraus. Die Ossis sind so gesehen unsere Neger. Denn die Schwarzen, drüben über dem Teich, die wollen ja auch nicht, lernen es nie. Soziale Ausgrenzung, rassistische Ressentiments und dergleichen, die können nichts dafür. Gibt es auch gar nicht. Das weiß man doch!

Die Schwarzen laufen hinterher, weil sie es so wollen. Das ist die Moral der Weißen. Alles keine Frage der Ethnie, sondern der Arbeitsmoral. Schwarze sind Schwarze, weil sie es wollen. Und Ossis sind Ossis, weil sie nur jammern. Einer ostdeutschen Kanzlerin und einem ostdeutschen Bundespräsidenten zum Trotz. In Washington sitzt ja auch ein Schwarzer im ovalen Büro. Erschießen sie deshalb weniger Schwarze auf den Straßen? Durchlässigkeit im Gefüge der Repräsentation für bestimmte gesellschaftliche Gruppen und zeitgleiche Ausgrenzung schließen sich gar nicht aus. Sie können synchron existieren. So kann eine Ostdeutsche kanzeln und der bittere Rest dennoch als tumbe Masse behandelt werden, die verantwortlich ist für jeden Missstand, den es so landesweit gibt.

Irgendwann flaut auch der Mob wieder ab, dann kommen neue Sorgen und dann werden sie wieder den Osten damit in Verbindung setzen. Die Finanzkrise hat man doch auch drüben verschuldet. Die Ossis konsumierten ja nicht ausreichend. Verballerten ihr Hartz IV für Kippen und Gewürzfleisch. Gut, jene Krise und fehlender Konsumanreiz hatten gar nichts, aber auch rein gar nichts miteinander zu tun. Aber im Westen ist man nicht kleinlich. Man nimmt es nicht so genau mit Argumentationsketten. So fällt die eigene Aufwertung leichter. Das weiß man doch!

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Bild, du meine Meinung

Freitag, 28. August 2015

Seht euch das Bild mal ganz genau an. Ist das der Dank der Asylanten? Da stellt man ihnen Unterkünfte hin, beschenkt sie mit Utensilien und dann lassen sie alles verwahrlosen. Müsste man solche Dreckschleudern nicht eigentlich gleich an den Flughafen fahren und wieder ausfliegen? Zurück dorthin, wo Dreck zwar nicht Speck macht, aber offenbar ganz normal ist? So weit ist es letztlich gekommen. Undankbarkeit dafür, dass man hilft. Es ist traurig. Nur traurig. Da sieht man eben mal, was wir uns alles ins Land holen. Und mit diesen Leuten sollen wir Staat machen?

Problem an dem Bild ist nur, dass es keine Zeltstadt für Flüchtlinge darstellt. Es ist ein Auszug von einem Foto des St. Galler Openair von vor drei Jahren. Die Gestalten sind Festivalsbesucher, keine Asylbewerber. Der Dreck ist die Normalität bei jedem dieser Events. Man braucht keine Fremden, um mal zuzusehen, wie es eigentlich ist, im Unrat von vielen Tagen zu leben. In der netten kleinen Provinz, in der ich lebe, da steht seit einigen Tagen eine Zeltstadt. Flüchtlinge leben dort. Und langsam summieren sich Horrorgeschichten. Eine handelt von Fotos, die die Verwahrlosung im Camp dokumentieren sollen. Die dortigen Bewohner hätten die Spenden an sie zerpflückt und über die Wiese geworfen. Ob es stimmt oder nicht, sagt das Bild nicht. Es ist einfach nur ein Bild. Vielleicht Abbild der Wirklichkeit - vielleicht aber auch nicht. Doch man ist hier natürlich gewillt, die Bilder als zutreffend anzuerkennen.

Susan Sontag hat die (Kriegs-)Fotographie in ihrem Buch  »Das Leiden anderer betrachten« behandelt und kommt zu dem Resultat, dass Bilder nie einfach nur das Abbild der Wirklichkeit sind, sondern ein Stück aus einer Gesamtkomposition, das nicht zwangsläufig das dokumentiert, was die Wirklichkeit vorgab. Man muss also gar nicht manipulieren, um etwas zu entstellen. Unlängst befasste sich auch ein »Zeit«-Artikel mit dieser Materie. Die technischen Möglichkeiten zur Verfälschung seien so groß wie nie. Aber man braucht eben gar keine Überarbeitung, folgt man Sontag. Es kommt auf dem Blickwinkel an, den man wählt, auf das, was in der Komposition der Wirklichkeit stattfindet, aber auf dem Bild unterschlagen wird. Indem man das nicht zeigt, was war, gerät das was man zeigt, in ein ganz anderes Licht. Bilder sind also letzten Endes Schnipsel einer Momentaufnahme, die stark von den Motiven, Vorlieben oder Sendungsbewusstsein ihrer Macher gefärbt sind.

Also auch wenn die Bilder von der Verwüstung im Flüchtlingslager hier um die Ecke tatsächlich dort aufgenommen wurden, muss das noch lange nicht das sein, was unter dem Bild als Text angeboten wird. Es sieht wild aus, keine Frage. Aber es ist nur ein Auszug, ein Stück Momentaufnahme, das vom Fotografen bewusst gewählt wurde. Das so und nicht anders abgelichtet wurde und das damit keinen Anspruch auf Dokumentation dessen hat, was der Text als unterstützende Erklärung der Realität vorgibt zu sein. Das Lager ist groß - wenn es in einer Ecke so aussieht, ist das nicht der Zustand überall dort. Außerdem unterschlagen Bild und Text, dass Zelten immer eine unsaubere Sache ist. Wie gesagt, man gehe auf Festivals. Wenn von dreißig Leuten nur drei zum Herumwerfen von Müll neigen, dann sieht es so aus und man könnte meinen, eine ganze Legion habe sich hier ausgetobt.

Das Bild aber zeigt Dreck und sagt, das sei der Zustand im Lager. Es interpretiert das, was der Fotograf (vielleicht ein anwesender Ordner oder jemand vom Rettungsdienst, der dort ständig präsent ist) als fotografierenswert erachtet. Vielleicht fühlte er seinen Ordnungssinn angesprochen, merkte wie der rebellierte und wollte der Welt da draußen mal zeigen, wie es ausartet. Damit war das Bild aber vorgeprägt, denn die sauberen Ecken des Lagers hat er nicht festgehalten und Bilder von gepflegten Bereichen gehen nun nicht von Bürger zu Bürger.

Ich nehme nicht an, dass die Bilder, die herumgereicht werden und empören sollen, so wie ich es oben angestellt habe, einfach von einer anderen Veranstaltung genommen wurden, um es dann mit dem örtlichen Camp in Verbindung zu bringen. Das haben bestimmte Kreise auch schon gemacht. Letztlich glauben Betrachter mehr dem Text unter dem Bild, als dem, was man auf Bildern sieht. Oder sagen wir, sie glauben dem Bild, lassen sich aber erst in eine bestimmte Richtung auf das Gesehene ein, wenn man ihnen einen textlichen Wink gibt. Man muss wie gesagt Bilder nicht manipulieren, um etwas Bestimmtes mit ihnen ausdrücken zu wollen. Manipulation auf softer Ebene ist der Begleittext. Wenn man also schreibt, dass dieses Chaos entstand, nachdem die Flüchtlinge Geschenke und Spenden auspackten und zerpflückten, dann will man den Betrachter in ein bestimmtes Gefühl bringen. Er soll empört sein, weil da Undankbarkeit am Werk war. Aber woher weiß man guten Gewissens, dass es genau so war. Das Bild zeigte Verwüstung und undefinierbaren Unrat. Papier und Pappe. Andere Dinge, die man nicht richtig erkannte. Klar könnte es, dass es so war. Oder eben nicht. Eindeutig ist das Bild nicht. Es wird erst eindeutig, wenn man es mit Worten flankiert. Und so glaubt man mehr dem Wort als dem Bild.

Bilder sind letztlich immer manipulativ. Sie treffen ja nicht auf Betrachter, die völlig unabhängig von ihren Gefühlen und Erfahrungen sind. Und sie klammern das zeitliche Geschehen aus, weil sie ein festgefrorenes Zeitdokument sind. Sie zeigen ein Ist-Zustand, aber nicht, wie es dazu kommen konnte. Bilder sagen tatsächlich mehr als tausend Worte, weil sie in uns etwas ansprechen, Konnotationen schaffen. Das Wort erlaubt einen solchen Umgang nur im begrenzten Maßstab, ist präziser und daher nur bedingt interpretierbar. Aber ein Bilddokument ist nach allen Seiten offen. Und daher besonders anfällig für manipulative Begleittexte, das das Vage kanalisieren.

Man darf nicht davon ausgehen, dass die Bilder aus dem Camp hier im Städtchen von einem besonderen Neonazi gemacht worden wären. Ziemlich sicher, dass es sich um jemanden ohne diesen Hintergrund handelte, der voreingenommen fotografierte und damit eine bestimmte Wirkung erzielen wollte bei denen, die es sich anschauen. Neonazis greifen solche Fotos dann auf und fühlen sich bestätigt. Wenn man kritischere Bildanalyse von normalen Bürgern nicht erwarten kann, wie dann von diesen Gesellen? Vor dem Camp spielt übrigens täglich eine Gruppe dunkelhäutiger Männer Cricket. Vielleicht Pakistanis, dort ist Cricket ja Volkssport. Sie bauen sich aus Müll Markierungen und legen los. Der Vorplatz ist danach immer sauber. Sie lassen nichts liegen. Das wäre auch mal ein schönes Foto. Ich sollte eines machen und drunterschreiben, dass es so überall im Camp aussieht. Und das dürfte so manipulativ sein wie das Gegenteil, das hier Thema war.

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Der Zeitgeist, die Sozis und Egon Bahr

Donnerstag, 27. August 2015

Alle trugen sie Trauerworte auf der Zunge. Die sozialdemokratische Gemeinde stand zusammen, als Egon Bahr, einer der Väter der neuen Ostpolitik und Macher des Wandels durch diese Annäherung, hochbetagt starb. Er sei ein ganz großer ihrer Partei gewesen, behaupteten sie alle zu Recht. Thomas Oppermann schrieb zum Beispiel, dass Bahr ein »fester Teil der bundesrepublikanischen Geschichtsschreibung« sei. Und Außenminister Steinmeier erklärte, dass »seine Vorstellungen […] buchstäblich den Lauf der Geschichte« verändert hätten. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel indes behauptete ganz ähnlich, dass Bahrs »politische Lebensleistung […] herausragend [sei] und vor der Geschichte Bestand haben« würde. Das klingt alles gut. Nur was können diese Herren eigentlich von Bahr lernen?

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Als die Deutschen noch Flüchtlinge waren

Mittwoch, 26. August 2015

200.000 Ausländer standen in jenem Sommer im Lande. Nicht alle waren Flüchtlinge. Aber die Ungarn mochten sich dennoch fragen, ob die, die nur vorgaben, Urlauber zu sein, nicht eigentlich auch auf der Flucht waren. Man konnte diesen Ausländern nicht trauen. Sie waren verschlagen und hatten die seltsamsten Aussichten. Ihre Einstellung zum Leben war sonderbar und nicht immer nachvollziehbar. Außerdem waren sie ein kriegerisches Völkchen. Erst vor zwanzig Jahren waren sie im damaligen Bruderland Tschechoslowakei einmarschiert. Wer mochte diesem Menschenschlag schon trauen? Manche sollen gar ihre Eltern zurückgelassen haben in der Heimat. Machten das anständige Leute? Jetzt zelteten sie auf ungarischen Wiesen und wollten Wohlstand und Freiheit erfahren. Mancher Ungar meinte, die sollten zurück nach Hause trabieren und selbst an besseren Lebensumständen basteln und nicht einfach die Hand aufhalten.

Wirtschaftsflüchtlinge. Ja, das waren sie seinerzeit tatsächlich. Weil es im eigenen Staat nicht mehr lief, weil man endlich mehr wollte als das, was man zugeteilt bekam, machten sie sich auf den Weg. Ein Exodus fand statt. Politisch verfolgt waren die Leute ja durchaus nicht. Sie wären nicht gefoltert oder eingesperrt worden. Nein, sie wollten nur vom Wohlstand profitieren, den andere westlich der Grenze geschaffen haben. So glaubten das damals nicht nur die Ungarn, die es jetzt ausbaden durften. Ausgerechnet sie mussten nun diese Flüchtlingsherden ertragen. Dreckige Menschen aus Zeltstädten, die komisch redeten, eine kuriose Esskultur pflegten, sich von den Einheimischen nicht nur abgrenzten, sondern durch und durch kriminell waren. So mochte das mancher Ungar gedacht haben. Man kennt das Pack doch, das gemeinhin Heimat verlässt. Es sind ja nicht die Anständigen, die das machen. Immer treibt es dunkle Gestalten weg. Und ist in ungarischen Städten und Dörfern nicht auch mehr gestohlen worden in letzter Zeit? Die offiziellen Zahlen sagten etwas anderes. Aber das kannte man doch. Immer wird runtergespielt. Lügenpresse, Lügenpresse!

Im September und Oktober haben dann an die 40.000 Flüchtlinge Ungarn Richtung Westen verlassen. Endlich war man viele dieser Leute los. Mussten ihren Gestank und ihr Gejammer nicht mehr dulden. Endlich konnte man wieder die Paprikawurst vor die Läden legen, ohne dass man Angst haben musste, dass diese ostdeutschen Sozialstaatstouristen lange Finger machten. Denn das wusste man doch: Leute, die nur in die soziale Hängematte wollten, sind von Grund auf dazu bereit, sich anzueignen, was ihnen gar nicht gehört. Sie haben dunkle Gesichter, Bärte, treulosen Blick, waschen sich nicht. Es sind immer dieselben Attribute. Man kannte doch die Geschichten von Ostdeutschen, die stehlen. Es findet sich immer jemand, der Horrormärchen als Insidergeschichten verkauft. Und mancher von diesen Flüchtlingen machte auch noch den Ungarinnen schöne Augen. Weiber und Arbeitsplätze - das ewige Begehr alle Flüchtlinge, oder nicht? Nein, man musste sie schnell abschieben, damit sie nicht auch noch den Ungarn die Arbeit wegnehmen. Und das war nun geschehen. 40.000 war man los. Man konnte einen Großteil abschieben. Aber es kamen ja immer neue nach. Dabei war das Boot voll.

Ungarn den Ungarn! Refugees go home! Asylhochburg. Vier-vier-vier, nicht mit mir! Eigentlich wollten manche Ungarn mit Fackeln vor den Zeltstädten auflaufen und protestieren. Aber sie hatten noch kein Internet, um sich verabzureden. Veranstaltung bei Facebook anmelden und dergleichen war halt noch nicht. Videos für YouTube waren Zukunftsmusik. Man malte es sich deswegen nur aus, wie Patrioten sich wehrten. »Asylmissbrauch nicht mit uns!« skandierten. »Klar«, sagte mancher Besonnene unter den Protestlern, »irgendwie verstehen wir schon, was die Leute aus ihrer Heimat treibt - aber wir sind doch nicht das Sozialamt des Ostens!« Ungarische Wiesen gehörten ja ungarischen Jugendlichen, Pfadfindern und Campern - nicht diesen Deutschen, denen ihre eigenen Wiesen nicht mehr gut genug waren. Mancher erinnerte sich womöglich noch an Prag, an den Einmarsch, an ostdeutsche Soldaten und ostdeutsche Rhetorik und hätte die Stimmung angeheizt: »Wir holen uns Terroristen ins Land!« Applaus von allen Seiten und die Fackeln züngelten und Parolen hallten und überhaupt, es wäre so schön kuschelig geworden in der patriotischen Front. Wenn man als Ungar schon nichts hatte, so doch die Ablehnung der Flüchtlinge. Das ließ das Volk zusammenrücken.

Tja, und dann kamen diese Deutschen als Flüchtlinge an. Sie waren im Westen auch ungeliebt. Man unterstellte ihnen, sie wollten nur Begrüßungsgeld abstauben. Wir hatten doch im Westen nicht genug für uns selbst und nun sollten auch noch diese Russen an unseren Tischen sitzen. Der »Spiegel« berichtete: »In Westdeutschland kocht Haß auf die DDR-Übersiedler hoch. Die Staatenwechsler werden zunehmend als Konkurrenten auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt betrachtet. Vor allem in den Fluren der westdeutschen Sozialämter entlädt sich der Zorn auf die Zuzügler. Ein Beamter: Wir sind froh, wenn das Mobiliar heil bleibt.« Aber alles vergessen, heute sind West und Ost vereint in ihrer Wut auf die, die heute auf der Flucht sind. Identität. Sie ist das Produkt gemeinsamer Wut.

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... wenn man trotzdem lacht

Dienstag, 25. August 2015

»In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.«

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Tina Merkel oder Wie sie den Kontinent formte

Montag, 24. August 2015

Letzte Woche gab es exakt zwei Möglichkeiten: Entweder der Bundestag würde erneuten Milliarden für Griechenland zustimmen und das Land in weitere Schuldknechtschaft entlassen und somit langfristig ruinieren. (So kam es dann auch.) Oder die andere Option wäre gewesen, dass man einen weiteren Kredit abgelehnt und damit Griechenland sofort ruiniert hätte. So oder so, beides scheint falsche Folgen zu haben. Oder anders gesagt: Herzlichen Glückwunsch, Frau Bundeskanzlerin, Sie haben die Alternativlosigkeit zu einem europäischen Misserfolgsmodell gemacht. Selten sah man das besser als letzte Woche.

Es war eine komplizierte Angelegenheit. Selbst für Menschen, die sich politisch interessierten. Würde man Griechenland erneut mit Geld aushelfen, so würde das Land zunächst nicht zusammenbrechen - und das ist ja an sich eine gute Sache. Man vertiefte damit aber auch die Abwärtsspirale, verewigt das Darben in Schulden für eine unabsehbare Zeit und schränkt damit den Handlungsspielraum sämtlicher griechischer Regierungen ein. Das hätte man vermeiden können, hätte man gegen neue Kredite gestimmt. Der Kreislauf aus Zinsen und Tilgung wäre unterbrochen gewesen. Aber gleichzeitig wäre die griechische Volkswirtschaft endgültig pleite gewesen. Auch dann wäre diese griechische Regierung handlungsunfähig gewesen. Beide Möglichkeiten hatten gute Gründe dafür und dagegen. Beide Möglichkeiten tragen im Keim eine fast identische Entwicklung: Die Untergrabung des Primates der Politik.

»Pest oder Cholera?« könnte man jetzt fragen. Aber beide Krankheiten sind mittlerweile heilbar. Eine Überdosis Arsen oder doch nur stetige Dosen derselben Substanz? Das ist die eigentliche Frage. Tödlich sind beide Varianten. Sie sind alternativlos. Denn das Weiterleben steht nicht zur Debatte.

Diese Entscheidung letzte Woche hat das Dilemma Europas ganz ausgezeichnet skizziert. Wir leben in der Alternativlosigkeit einer Ära, in der die marktkonforme Demokratie und ihre Befürworter das Ruder übernommen, in der Berlin Brüssel instruiert, Merkel den Kontinent hegemonial überrumpelt hat. Die Geisteshaltung dieser Epoche ist nicht an Alternativen interessiert, sondern an der Beibehaltung profitabler Ressourcen. Und wenn Geschäfte wegbrechen, sollen sie eben politisch gestützt und geschützt werden. Andere Ansatzpunkte sind in diesem Spiel nicht vorgesehen.

Es gab bei den Verhandlungen der Finanzminister Vergleiche, die sagten, dass man den Griechen die Pistole an den Kopf hielt, während sie aus freien Gewissen ihren Weg bestimmen durften. Dasselbe Prinzip wendet man auf Parlamentarier an, die über Gelder bestimmen sollen, ohne die es nicht geht und mit denen es letztlich auch nicht geht. Man schwindelt Optionen vor, die es faktisch in letzter Konsequenz nicht gibt. Entscheidungsfreiheit ist hier nur eine Phrase. Alternativen gibt es nur auf den ersten Blick. Nochmal Gratulation, Angela Merkel. Mehr und mehr reift Ihre Vorstellung einer »modernen Demokratie« zur Wirklichkeit heran. In der gibt es keine Alternativen mehr und demgemäß, wie es die »Gesellschaft für deutsche Sprache« schon 2010 festhielt, »keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation mehr.«

Zwar kann man noch diskutieren, aber die Entscheidungsprozesse lotsen nicht automatisch in verschiedene Szenarien. Jeder gangbare Weg kulminiert in einer Entwicklung, die so gut wie identisch ist, egal ob man so oder so votiert. Wenn es aber keine verschiedenen Zukunftsszenarien mehr gibt, dann muss sich die gegenwärtige Demokratie fragen lassen, wozu sie noch gut ist. Und wenn man das fragt, stützt man gefährliche Entwicklungen. Merkel-Europa darf nicht alternativlos bleiben. Tut es das doch, ist auch die Demokratie keine Alternative mehr.

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Wahnsinn, echt Wahnsinn

Freitag, 21. August 2015

Letztens saß da einer an einer Mülltonne. Drüben in der großen Stadt. Er kauerte viel mehr in der Hocke. Lagerte ein offenes Notizbuch auf seinen Knien und malte große Kringel darein. Große, miteinander verbundene Kringel. Er gab sich viel Mühe. Wie ein Erstklässler, der sein erstes Schwungheft füllte. Er sah ziemlich abgerissen aus. Seine Jeans war abgewetzt. Sein Hemd dreckig. Er hatte Handschuhe ohne Finger an und kringelte so das linierte Papier voll und ich dachte mir nur, keine Ahnung, aber irgendwann erwischt es mich auch und ich knalle durch und dann sitze ich eben auch in der Szenerie herum und mache Dinge, die keiner macht, wenn noch alles intakt ist. Ich spüre es genau, diesen Fatalismus.

Ein anderer, der mir begegnete, auch in der großen Stadt, wippte hin und her. Hospitalismus halt. Oder Hunger. Vielleicht auch beides. Oder wer weiß was, er sprach ja nicht. Er wisperte nur leise vor sich her. Gesund sah er auch nicht aus. Sicherlich hatte er mal ein Leben gehabt. Das was wir als Leben kategorisieren: Einen Job. Eine Frau. Zwei Frauen. Drei oder vier. Falls er anständig war hintereinander. Falls nicht - wer fragt heute danach? Mit ihm redet ja keiner. Und er vermutlich mit keinem. Heute ist er bloß noch das arme Würstchen, das am Parkrand wackelt. Vielleicht hatte er ja eine Eigentumswohnung oder aber er hat immer pünktlich seine Miete überwiesen. Gewisser Wohlstand, gesicherte finanzielle Verhältnisse. »Wenn alle Mieter so wären«, schwelgte sein Vermieter noch vor zehn Jahren. Aber was ist schon ein Jahrzehnt! Es passiert so viel so schnell. Vor zehn Jahren lebte ich noch in meiner ersten Ehe mit zwei Kindern. Und heute? Alles ist anders. Sicherlich war der wippende Mann früher mal in Italien oder an der Costa Brava oder noch weiter weg. Phuket? Lernte er da seine vierte Frau kennen? Was ich sagen will: Er hat wahrscheinlich nicht nur immer die Gosse gesehen. Tja, und dann war es irgendwann vorbei mit der Süße des Daseins. Keiner weiß warum. Er unter Umständen auch nicht mehr.

Und ich frage mich indessen, was muss mir noch widerfahren, dass es mir auch so ergeht? Das Leben ist zuweilen so schwer und die Erwartungen und die Hoffnungen und die Beziehungen und die Trennungen und die Neuanfänge und die Resignation und, ach, ich weiß nicht was noch. Alles geht so schnell. Alle wollen so viel. Veränderungen und Neuigkeiten erdrücken uns. Manchmal sind sie gar keine Neuigkeiten. Nur die Fortschreibung des globalen Wahnsinns. Und wir leben in einem wahnsinnigen System. Warum also nicht gleich selbst wahnsinnig werden? Privatleben sind heute auch morbide Angelegenheiten. Schnelllebigkeit auch hier. Vor zehn Jahren Ehe, dann wieder eine - wieder gescheitert, nicht besser gescheitert, wie Beckett sagte. Das ist überhaupt so ein tolles Zitat von ihm. Ich mag es. Aber in Wahrheit ist es so, dass jedes Scheitern schmerzt und man darüber wahnsinnig werden könnte. Gut, aber das vergeht, ich lebe ja noch und weine nichts hinterher. Aber wann man auf sein Leben zurückschaut, wenn man beobachtet, wohin es einen in zwanzig Jahren Erwachsenendasein trieb, wer darin eine Rolle spielte, wer verging, sich verflüchtigte, all die Fehler und Sternstunden, die Kinder werden groß und was einem alles so über den Kopf wächst. Gestern bayerische Provinz, dann die hessische und jetzt bald mal die Großstadt. Frauen, Freunde, Kinder. Und dann Geldsorgen mal hier, mal da. Immer ist irgendwas. Teenager machen einem auch Sorgen. Die allgemeine Lage auch, aber davon habe ich Abstand genommen. Ich kann den Untergang nicht aufhalten. Also niste ich mich in ihm ein. Das nenne ich Pragmatismus.

Wenn ich dann diese Leute sehe, die offenbar etwas durchgeknallt sind, dann wundere ich mich nicht. So ein normales Leben kann einen schon zu so einem Zeitgenossen machen. Ohne Probleme. Da ist echt nichts dabei. Man fällt so oft und rappelt sich wieder auf. Ich kenne das. Und dann frage ich mich: Meinst du, du kannst dich immer wieder aufrappeln? Oder ist irgendwann die Kraft alle? Die Lust? Oder brennt gar was durch? Wieso denn nicht? Keiner von uns sollte glauben, dass er nicht die Anlage dazu hätte. Vielleicht wird alles gut. Derzeit sieht es so aus. Aber es sieht öfter mal so aus. Aber das sind Scheißgedanken, die man nicht haben sollte, wenn es besser werden soll. Haben darf man sie, aber nicht aufschreiben. Es sieht also so aus. Punkt. Ich zweifle schon nicht mehr. Entschuldigung. Trotzdem kann ich mir natürlich vorstellen, dass ich auch mal so ende wie die Leute, die ihre Existenz mitten unter den Normalen fristen; den Normalen, ihr wisst schon, die die dauernd eilen, rennen, boulevardlesen, schnäppchenjagen und telefonieren, ganz viel telefonieren. Knallen die nicht auch durch? Auf ihre Art? Nach Art des Hauses gewissermaßen? System des Wahnsinns halt.

Neulich sah ich einen, der mit einem Haushaltsschurz, so wie ihn Omas früher getragen haben, über die Einkaufsmeile spazierte. Hinter sich zog er eine Einkaufstasche auf Rädern. Er hatte Dreitagebart und rot gefärbte Haare. Meine Güte, dachte ich mir, wenn es mich schon ereilt, dann bitte nicht so. Der Kringelmann hatte ja noch Würde. Der Schurz war hingegen nur lächerlich. Ich lachte nicht, denn wer weiß, was ihm widerfuhr. Und wer weiß, ob in zehn Jahren nicht Leute über mich spotten, wenn ich so dasitze und mit den Fliegen rede, die sich gerade über einen Brocken Hundescheiße hermachten. Zehn Jahre! Was sind schon zehn Jahre? Vor zehn Jahren war ich verheiratet und zwei Kinder spielten drüben im Kinderzimmer. So viel änderte sich und änderte sich erneut und ändert sich stetig. Da kann man echt durchdrehen. Konstanz täte auch mal gut. Stillstand wäre Fortschritt.

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Eitel Sonnenschein

Donnerstag, 20. August 2015

Es gibt so viele Lieder und Gedichte über die Schönheit des Sonnenscheins und wie toll sich die Wärme auf der Haut anfühlt. Singt und rezitiert man die auch dort, wo Menschen in Zelten hausen müssen?

Neulich waren wir auf einem Festival. Zelten. Wie es sich gehört. Fünf Tage und vier Nächte. Der Campingplatz war ein Acker. Tausende Zelte standen dort auf diesem Feld in Nordhessen. Bäume standen hingegen gar keine da. Also überhaupt nicht. Nur in weiter Ferne. Die Sonne verbrannte unsere Köpfe. Durchgehend und ohne Pause. Es gab leider zu viele Sonnenstunden. Wir beide, Partnerin und ich, schwitzten und unsere Stirne glänzten, über den Lippen sammelte sich das Wasser. Das war nicht angenehm. Ich glaubte, auch mein Gehirn würde braten und zählte stumpf die Stunden bis zum Sonnenuntergang. Das Zelt war faktisch nicht benutzbar. Nur nachts. Und da auch nur, wenn man es geöffnet hielt und Insektenbesuch in Kauf nahm.

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Das bisschen Haushalt

Mittwoch, 19. August 2015

Die Sozialdemokratie benimmt sich wie eine Hausfrau aus den Fünfzigern. Wie eine, die ihrem Gatten den Vortritt gewährt, eigene Ambitionen zurückstellt und diesen Zustand dann Zufriedenheit nennt. Gabriel ist das Hausmütterchen, das sich seine Kanzlerin leistet. Er will nicht mehr, als das, was sie ihm gibt.

Sie waren so bescheiden, die Frauen seinerzeit. In Werbeclips von damals sieht man, was Frau sein damals bedeutete: Dem Mann heimische Geborgenheit sichern. Kochen, putzen, Palmolive benutzen und falls sie doch mal aus der Fassung geriet, sollte sie sich einen hinter die Binde genießen. »Frauengold« fürs Wohlbehagen. Oder sagen wir lieber: Dafür, dass Ruhe war im Karton und der werte Gatte sich nicht mit ihr ärgern musste. Alles für ihn. Damit er Karriere machen kann, seine Ziele erreichen. Dafür schluckte seine bessere Hälfte alles hinunter, stellte die eigenen Pläne hintan.

Es ist die Ironie dieser Tage, dass die aktuelle Sozialdemokratie sich einerseits als Verfechterin der Emanzipation hinstellt und Frauenpolitik gestalten will, die eben gerade kein »Frauengold« verabreicht, sondern mündig macht, Selbstbestimmung zulässt. Und andererseits benimmt sie und ihr Vorsitzender sich, als sei sie eben eine dieser weiblichen Harmoniebündel von dazumal. Sigmar Gabriel scheint einigen Vorrat an »Frauengold« gehortet zu haben. Ärgert er sich über seine bessere Hälfte aus dem Kanzleramt, gewährt er sich eben einen Messbecher voll und tollt glücklich über die Wiese, bestellt den Einkauf und kocht ein hübsches Mittagessen zur Hebung der Stimmung.

Harmoniesucht. Das ist das große Problem dieser Sozialdemokratie. Sie gibt sich auf im Schatten der Herrin, die unauslöschlich im Kanzlerinnenamt sitzt. Manche ihrer Protagonisten raten dazu, den Wahlkampf aufzugeben. Sich als kleiner Koalitionspartner einzutragen und damit zufrieden zu sein. Nur keine eigenen Positionen darbringen, nicht anecken oder gar Profile herausarbeiten. Das könnte Disharmonie erzeugen und dann ist die bessere Hälfte ungehalten und das traute Glück kommt in Schieflage, muss gekittet werden. Dann lieber ein Schlückchen »Frauengold« und man erträgt das Ausgebootetsein wieder leichter.

In dieser Verfassung lavieren die Sozialdemokraten heute. Der Vorsitzende ist die oberste dieser Hausfrauengilde. Sie ordnen sich unter, katzbuckeln und üben auf den Betrachter Loyalität und geben eigene Stellungen ab. Wie es gute Gattinnen zuweilen taten. Soll ja keiner was Schlechtes über die Verbindung zwischen Schwarz und Rot denken. Alle sollen sehen, wie glücklich das Paar ist. Hinter den Kulissen wird man der Herrin des Hauses sicherlich auch mal sagen, dass das und das nicht geht. Dass man nicht ganz glücklich ist. Dann gibt es einen konzilianten Kuss auf die Stirn und man nimmt wieder die Rolle ein, die vorgesehen ist und putzt die Glasränder und den Staub weg, die der Haustyrann fabrizierte.

Schlimm genug, dass man sich so aufgeben muss in mancher Beziehung. Dass man es aber nicht mal ändern will, sich damit abgefunden hat, so sehr, dass man auf ewig die Frau an der Seite des Patriarchen sein möchte, das ist wirklich traurig. Man hat sich im Nest eingerichtet, ist nicht ganz froh darüber, findet sich damit ab und sorgt für gute Stimmung. Auf dieser Basis soll dann Politik im Lande gestaltet werden. Harmoniebesessen. So kann es nichts werden. Wer sich nicht reibt, nicht streitet, nicht abgrenzt, der gibt nicht nur sich auf, der scheidet als politisches Element aus. Mit Harmonie beglückt man Patriarchen, nicht aber gesellschaftliche Entwicklungsdynamiken.

Es gibt nur eine Möglichkeit, um diesen Zustand für alle erträglich zu machen. »Frauengold« für uns alle. Oder was Härteres. Oder einen Joint. Irgendwas, was uns Lächeln macht, obgleich wir weinen wollten.

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Aus fremder Feder

Dienstag, 18. August 2015

»Arbeitet, arbeitet, Proletarier, vermehrt den gesellschaftlichen Reichtum und damit euer persönliches Elend. Arbeitet, arbeitet, um, immer ärmer geworden, noch mehr Ursache zu haben, zu arbeiten und elend zu sein. Das ist das unerbittliche Gesetz der kapitalistischen Produktion.«
- Paul Lafargue, »Das Recht auf Faulheit« -

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