Totalitär demokratisch

Sonntag, 15. April 2012

Demokratie nennen wir die hiesige, sich anschleichende Diktatur. Sie ist nicht das Diktat eines Tyrannen, nicht einer tyrannischen Schicht. Sie ist keine Diktatur der Folterkeller - gefoltert und Geständnisse verwertet wurde von guten syrischen Geheimdienstfreunden, die jetzt als irgendwie unmenschlich und widerlich böse empfunden werden. Sie tötet nicht so ungemein offen, wie es andere taten und tun. Sie läßt meistens sogar leben.

Es ist keine Diktatur, die in Uniformen packt, im Stechschritt paradiert oder in Zöpfe geflochtene Mädchenbunde und homoerotische Bubengruppen ins Leben ruft. Sie schimmert individuell und liberal, gibt die große Freiheit und hat einen Aufsichtsratvorsitzenden an der Spitze, der geübt ist in freiheitlicher Rede. Die Diktatur, die sich heranpirscht, sie ist nicht grob, nicht laut, nicht absolut, nicht total. Es ist eine der kleinen Worte, der warmen Worte - nicht zu warm! -, der Heimlichkeiten, des Verschweigens und des zum Schweigen Verurteilens. Sie entledigt sich nicht derer, die nicht mit den Plänen des Sachzwangs gehen, sie unterdrückt nur deren freie Rede. Total demokratisch - totalitär demokratisch.

Der Sachzwang, wie man die wirtschaftliche Omnipräsenz und Omnipotenz entschuldigend nennt, er ist der Diktator. Um ihn hat sich das Demokratische zu spannen. Nicht zu eng - das spannt und zwickt dem Tyrannen nur. Lose, schön locker, jederzeit abwerf-, aufknöpf-, über den Kopf ziehbar. Das lockere demokratische Gewand gibt der Diktatur, die nun auch Abweichlern das Maul verbietet, was selbst der Ältestenrat des Bundestages für eine Verbesserung hält, einen Anstrich von demokratischer Zweckmäßigkeit. Das beste Diktat, so die Erkenntnis menschlicher Geschichte, ist immer noch eines, das demokratisch diktiert wird.

Demokratie ist jene Diktatur, die Abweichler Diäten einschieben, allerdings nicht mehr sprechen läßt. Demokratie wird zu jener Art von Totalitarismus, die fast jede erdenkliche Freiheit gewährt, wenn man nur nicht so frei ist, gegen die Sachzwänge zu steuern. Demokratie wie sie sie meinen, wie sie an ihr schleifen, ist die Einbindung aller gesellschaftlichen Interessen, ohne allen das Wort zu erteilen. Demokratie, wie sie sie modellieren, ist eine Gegner integrierende, Gegenmeinungen nicht verbietende, nur verschweigende, Diktatur des Sachzwangs. Diktatur mit menschlichem Antlitz.

In einer Demokratie, so meinte ein Bonmot, das den diktatorischen Kern dieses Systems malte, dürfe jeder alles sagen, gemacht würde dann aber, was die Führung vorher schon wollte - nicht mal das ist mehr drin. Demokratie heißt nun, zu glauben, eine abweichende Meinung haben, diese im Innersten auch besitzen zu dürfen, sie aber nicht kundtun zu dürfen. Demokratie, wie sie sie meinen: Sich mit Schlagworten wie Meinungspluralismus selbstbeweihräuchern als bestes aller Systeme, dabei aber eine Diktatur nur einer gängigen Ansicht durchboxen. Demokratie, Diktatur - die Begriffe verschwimmen merkelich.



27 Kommentare:

Anonym 15. April 2012 um 20:14  

Danke Roberto - wieder mal sehr schön geschrieben ! - Besonders das letzte Wort...ist sehr bemerkelichwert.

Ich erinnere mich an die Worte eines Staatsrechtlers vor 40 Jahren, er sagte: Demokratie ist, wenn gemacht wird, was ich bestimme....

Diese Paradoxie ist mehr oder weniger zur Wirklichkeit geworden...

Schönen Sonntag abend noch
wünscht
Hartmut

Anonym 15. April 2012 um 21:18  

A.

In jedem System, auch das unsere, wobei ich es nicht mehr demokratisch nennen mag, scheint immer darauf hinaus zu laufen das die Menschen um ihre Freiheit kämpfen müssen. Es muss wohl das System der Macht für immer beendet werden.

Anonym 15. April 2012 um 22:31  

allerdings wird das menschliche anlitz dieser demokratie jeden tag weniger

Anonym 15. April 2012 um 22:39  

Sehr klar.
Aber auch depressiv machend...
Karl

Anonym 16. April 2012 um 00:12  

"Es muss wohl das System der Macht für immer beendet werden." - Und damit müssen streng folglich auch Organisationsformen für immer beendet werden, in denen nicht jeder machen darf, was er will.
Wir wissen, was das bedeutet.

Markus 16. April 2012 um 00:41  

Der Text geht davon aus, dass das eingeschränkte Rederecht eingeführt wird. Danach sieht es nicht aus. Die Idee wird im Gegensatz scharf und in aller Offenheit verurteilt - eben wie sich das einer Demokratie geziemt, im scharfen (!) Kontrast zu einer Diktatur:
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,827651,00.html

Roberto J. De Lapuente 16. April 2012 um 06:59  

Dann ist ja doch alles gut im Lande, Markus. Und die Bereitschaft der politischen Führung, überhaupt dergleichen umsetzen zu wollen, ist damit nicht mehr existent, weil sich medial "Widerstand" regt... wie gesagt, alles gut im Lande.

Anonym 16. April 2012 um 07:42  

Hier darf jeder meiner Meinung sein

Oder: Wer mit einer eigenen Meinung hereinkommt, geht mit meiner wieder hinaus.

Anonym 16. April 2012 um 07:47  

Alleine einen solchen Gesetzenentwurf vorzubringen ist schon eine Schande. Man sollte die Damen u Heern federn und in die Torboegen haengen. Als warnendes Beispiel.
J.Bildstein

Anonym 16. April 2012 um 09:24  

tja marcus,

wenn der daniel neun von radio utopia das vor vierzehn tagen nicht aufgedeckt hätte, wäre das jetzt schon still und klammheimlich durch.

http://www.radio-utopie.de/2012/04/02/bundestag-nach-versuchter-verfassungsanderung-nun-geplanter-entzug-des-rederechts-von-abgeordneten/

so schauts aus mit "wie es sich für eine demokratie" geziemt.

potemkin 16. April 2012 um 09:29  

Wenn man sich die Qualität der Redebeiträge anhört und dazu noch die sich immer mehr lichtenden Reihen im Plenarsaal, dann wird einem schon klar, dass die Entscheidungen längst woanders fallen. Es ist nur noch schlechtes Theater!

Anonym 16. April 2012 um 09:31  

Die Antidemokraten starten mal wieder einen Versuchsballon: Schauen wir mal, was noch so geht. Immer hübsch in homöopathische Dosen verpackt wird der Demokratieabbau vorangetrieben.

Dr. Schiwago

R@iner 16. April 2012 um 09:35  

@Markus: Ich gebe zu bedenken, daß letzthin nur noch das Bundesverfassungsgericht einige der tollkühnsten Ideen aufgehalten hatte.
Wenn dort nun ein Meinungsumschwung ein paar weniger Richter oder deren Austausch stattfände, dann wäre diese Bastion dahin.
Insofern halte ich es für völlig richtig und wichtig auf alles hinzuweisen, was schon vom Ansatz her undemokratisch gesonnenes Gedankengut einzubringen versucht.
Es ist aber eine Frage der Sensibilität, welche der neu erdachten modi operandi eine grundlegende Änderung der Marschrichtung bewirken könnten und was man getrost der wichtigtuerischen Spinnerei einzelner zuschieben kann. Mir jedenfalls war das hier angeschnittene Thema auch sofort aufgefallen. Ich hielt es zunächst für einen gelungenen Aprilscherz, bis ich sah, daß die ersten Meldungen vom 30. März stammten.

Anonym 16. April 2012 um 09:39  

Wenn man hierzulande über "Demokratie" spricht, müßte man eigentlich immer PARTEIENdemokratie sagen.
Anstatt aus jedem Wahlkreis einen Abgeordneten (egal ob er in einer "Partei" ist oder nicht) - womöglich noch den Besten, aus der Sicht der Bevölkerung, die hier im Wahlkreis wohnt und den Kandidaten PERSÖNLICH kennt - nach Berlin zu schicken, werden die Kandidaten von der PARTEI dem Wahlvolk "auf's Auge gedrückt". Die Polit-Clowns brauchen das Volk eigentlich nicht, um nach Berlin zu kommen. Es genügt, die "Ochsentour der PARTEI" zu absolvieren.
Das ist schon mal die erste Einschränkung: PARTEIENdemokratie statt Demokratie.
Hinzu kommt, aufgrund der zunehmenden Macht der Finanzoligarchie - TINA ("There is no alternative"), d.h. die sog. "Sachzwänge" "regieren" eigentlich. Die Polit-Clowns könnten genausogut durch ein Computer-Programm ersetzt werden.
Kritiker sprechen in Bezug auf "Demokratie" von "organisierter Verantwortungslosigkeit". Alle 4 Jahre dürfen neue Clowns Milliarden an Steuergeldern verprassen, ohne daß sie jemals zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie Milliarden in schwarze Löcher versenken (z.B. Schröder's medial inszinierte "Rettung" des Baukonzerns XYZ. Wenige Monate später war er trotzdem Pleite, aber 100te Millionen an Steuergeldern wurden sinnlos verpraßt. Muß Schröder das Geld zurückzahlen? Ha ha ha guter Witz ... allein die Frage stellt sich niemand in der ach so tollen "Demokratie" ...).
Aber das Volk will anscheinend von solchen Leuten "geführt" werden und deshalb bekommt es auch solche verantwortungslose Leute. Keiner von diesen Polit-Clowns könnte einen mittelständischen Betrieb führen, ohne daß dieser Pleite gehen würde.
Man muss nicht so extrem sein, wie Hans-Hermann HOPPE ("Demokratie. Der Gott, der keiner ist" + "Der Wettbewerb der Gauner. Über das Unwesen der Demokratie und den Ausweg in die Privatrechtsgesellschaft"), der die gute alte Monarchie besser findet, als die Demokratie, um über diese Art der PARTEIENdemokratie Würgereize bzw. das Kotzen zu bekommen.

Anton Reiser

algore85 16. April 2012 um 10:48  

Hey.

Dein Beitrag hat mich sehr an Slavoj ZiZek erinnert. Sehr gut.

http://www.youtube.com/watch?v=nWoE_o761s4

Markus 16. April 2012 um 11:23  

Es ist genauso "alles gut im Lande", wie "alles nicht gut im Lande" ist. Du warst doch stets dagegen, mit Überspitzung Stimmung zu machen. Das machst Du nun selbst.

Der Duderich 16. April 2012 um 13:25  

Danke! Sehr schöner Text.

Hier 2 Videos, die zum Text wie der sprichwörtliche A.... auf den Eimer passt:

http://aufzeichnungen-eines-gutmenschen.blogspot.de/2012/04/treffende-analyse-bestehender-zustande.html

flavo 16. April 2012 um 13:26  

Das ist schon ein Problem. Psotdemokratie heißt das ja auch. Offiziell und formal sind sämtliche demokratischen Strukturen und Mechanismen im Dienst, nur werden die Bestimmungen für die soziale Welt nicht mehr über diese Strukturen errungen. Freilich, die Regierung, das Parlament, alle sind dabei, sogar der Konnex zum Wähler und noch die freie Medienöffentlichkeit. Somit wirkt alles bestens. Die Bestimmungen für die soziale Welt werden über andere Pfade errungen, die gewissermaßen unter Wasser funktionieren, während das Wahlvolk die Spitze des Eisbergs wahrnimmt. Das Problem ist, dass man diese Unterwasserleben noch nicht wirklich griffig und nachvollziehbar erfasst hat. Auch in der bloßen Theorie nicht. Sukzessive wurde die Bestimmungsarena zerbröselt und zerfranst. Wohin dann? Informelle Treffen, Männerbünde, pivate Klüngel, exklusive Clubs sind eine inzwischen wie das Parlament zum politischen System gehörende Arena. Wer heute das politische System ohne diesselben darbringt, lebt in der Vergangenheit, so als redete er noch nur vom König, während dieser doch schon Volksversammlungen an seiner unteren Seite dulden muss.
Die Meinungsäußerungsfreiheit stoßt daher etwas ins Leere. Sie ist in Bezug auf andere Bestimmungsarenen bzw. Arenenbedrohungen konzipiert. Das Bestimmungsregime bietet von sich aus schon eine bestimmte Pluralität an: alle weiter geforderte Pluralität tut sich schwer, ihre Bedeutung dem Alltagsverstand zu beweisen. Es gibt eh so viel, warum noch mehr? Das wird lästig. Das Bestimmungsregime wechselt wöchentlich den Bestimmungsgegenstand: heute Afghanistan, morgen ein Massakker, dann der Steuerstreit, die Wahlen, der Präsident, die Feiheit, Obama und Breivik und wieder die Korruption, dann wieder das Wachstum. Was also will man mehr, ohne in die Sinnlosigkeit abzudriften? Zu allen diesen Themen gibt es vielzählige Meinungen gleich dazu.
Nein, es ist schon genug gesagt. Genug der Pluralität. Der starke Mann ist also wieder willkommen, mancherorts, nicht überall. um aufzuräumen, um ein große Klarheit aufzurichten.
So ist diese Demokratie auf ihre Weise totalitär. Ihre stärke ist das Erzeugen eines Pluralitässcheines, der in sich alle Radien des Pluralitätspotentials des Alltagsverstandes aufzunehmen vermag, in dem sich die meisten Alltagsverstände intuitiv gut bedient fühlen, in dem noch der überspannte, exzentrische Alltagsverstand seine Spezialkombination prozessieren kann.
Das Problem ist nicht mehr, dass manche Meinungen nicht gesagt werden dürfen und deren Aussprache einen meliorativen Effekt hätte. Freilich, die Medien reden alle das gleiche, aber auch wenn sie etwas anderes sagten, was änderte dies? Aber kann nicht jeder einen Kanal machen? Nein, das Problem ist ein anderes.

Anonym 16. April 2012 um 13:56  

Die Demokratie kann durch selbstauferlegte Beschränkungen oder durch Lobbyismus so weit auf Partikularinteressen beschnitten werden, dass ein allgemein übliches Bild von Demokratie nicht mehr zu erkennen ist. Demokratie kann sich bis zur Diktatur verwandeln.
Jüngstes Beispiel: Diskussion um eingeschränktes Rederecht im Bundestag.

der Herr Karl

Anonym 16. April 2012 um 15:33  

Ich bin absolut dafür, dass das Volk regelmäßig mit solchen Hämmern konfrontiert wird, um nicht noch weiter einzulullen.

DRESDNER FAMA 16. April 2012 um 21:33  

...das war eigentlich das erscheckendere, das die intellektuellen unseres landes sich in ihre elfenbeintürmchen zurückzogen, aus welchen gründen auch immer schwiegen und den plumpen hasardeuren der meinungsmache mit ihren totschlagargumenten das feld überließen...

neugierig? weiterlesen: unter n81 bei dresdnerfamanews.blogspot.de/

grüße vom oberlauf der elbe

Anonym 16. April 2012 um 22:48  

Demokratie ist die Diktatur der Masse. Ihr einziger Zweck ist es das Individuum zu unterdrücken. Das habe ich aus einem Buch was vor über 60 Jahre geschrieben wurde. Welches? Das ist ein Geheimnis.

Anonym 17. April 2012 um 10:42  

"Demokratie" ist die perfideste Herrschaft, die sich die "Eliten" jemals ausgedacht haben. Mit Hilfe der Medien schaffen sie es, dass das blökende Schafsvolk (Mäh mäh mäh) alle 4 Jahre zur Wahlurne trabt - und dort seine Stimme im wahrsten Sinne des Wortes AB-gibt, d.h. es hat danach gar nichts mehr zu melden. Die Herrschenden werden also nicht gewählt, sondern es ist umgekehrt, die Herrschenden lassen sich von den Schlafschafen ihre Herrschaft absegnen. Wobei natürlich klar sein dürfte, dass die Polit-Clowns nur Marionetten sind. Dahinter stehen die Eliten, gut versteckt. Die kann eh keiner wählen oder gar abwählen.


Für mich äußerst hilfreich gewesen, um aus dem Märchenland "Demokratie" zu erwachen:
Die kleine "demokratische" KLASSEN-Kunde (nach Stefan Blankertz):
1. Enteignerklasse (unproduktiv, herrschend).
Das Einkommen wird vollständig aus Steuern bezogen.
Arbeitsleistung ist nicht marktgängig, d.h. die "Leistung" kann man nicht ablehnen. Bestes Beispiel: Die GEZ-Gebühren muss man ab 2013 auch zahlen, wenn man weder Glotze noch Radio hat. Großer Einfluß auf die Staatstätigkeit.
Z.B.: Sklavenhalter, Aristokraten, Politiker.

2. Kapitalistenklasse (produktiv, unterdrückt).
Das Einkommen wird vollständig aus freiwilliger ökonomischer Interaktion bezogen.
Arbeitsleistung ist marktgängig. Geringer Einfluß auf die Staatstätigkeit. Z.B.: Freie Bauern, freie Handwerker, freie Unternehmer.

3. Vollstreckerklasse (unproduktiv, verwaltend).
Das Einkommen wird vollständig aus Steuern bezogen. Arbeitsleistung ist nicht marktgängig. Subalterner Einfluß auf die Staatstätigkeit. Z.B.: Politische Polizei, Finanzbeamte.

4. Sozialverwaltungsklasse (produktiv, verwaltend).
Das Einkommen wird vollständig aus Steuern bezogen. Arbeitsleistung wäre marktgängig. Subalterner Einfluß auf die Staatstätigkeit. Z.B.: Kriminal- und Verkehrspolizei, Lehrer, Briefträger (vor der Privatisierung).

5. Staatskapitalistenklasse (produktiv, herrschend).
Das Einkommen wird zum Teil aus freiwilliger ökonomischer
Interaktion, zum Teil aus Steuern bezogen.Arbeitsleistung ist eingeschränkt marktgängig. Großer Einfluß auf die Staatstätigkeit. Z.B.: Zentralbankster, Finanzoligarchie, Subventionierte Unternehmer, Rüstungsindustrie, Berufe mit Approbation.

6. Behinderte Klasse (unproduktiv, unterdrückt).
Arbeitsleistung direkt oder indirekt durch Staatstätigkeit behindert.
Im Sozialstaat Emfänger von Unterstützung aus Steuermitteln.
Sehr wenig Einfluß auf die Staatstätigkeit. Z.B.: Opfer von Tarif- und Mindestlohnbestimmungen, Opfer
von Berufsverboten, Asylanten mit Arbeitsverbot.

Fazit: Wir Schlafschafe werden ausgebeutet von den Polit-Clowns, die "Leistungen" bieten, denen man nicht ausweichen kann (z.B. GEZ-Gebühren!) - in Zusammenarbeit von Hochfinanz und staatskapitalistischen Konzernen.

Anton Reiser

Anonym 17. April 2012 um 11:16  

@Totalitär demokratisch

Eine sehr schöne Titelgebung.
Von wegen, das Volk wählt die Regierung, wie das "Hänschen" in der Schule gelernt bekommt - und hat deswegen die Macht - sog. "Stufenmodell". Volk (1. Stufe) - Abgeordnete (2. Stufe) - Regierung (3. Stufe)
Ha ha ha ... was für ein Witz!
Da wurden ja die Leute im Mittelalter weniger verarscht, als wir. Wir, die von oben herab, auf das "dunkle, finstere Mittelalter" blicken. Gott (1. Stufe) - König (2. Stufe - Herrscher "vor Gottes Gnaden") - Volk (3. Stufe)

Die wahren Verhältnisse bildet wohl eher das "Ringmodell der Machteliten" ab.
Im innersten Kern: Super-Reichtum - Geldmacht
Darum herum legt sich: Konzerneliten - Verwertungsmacht
Darum herum legt sich:
Politische Eliten -Verteilungsmacht.
In dieser 3. Schicht finden die "Wahlen" statt. Da bekommen die Polit-Clowns ihre Pöstchen zugeteilt und ziehen ihre gotterbärmlichen Politshows in der Glotze ab.
4. Schicht: Technokratische Eliten - Wissensmacht


http://www.uni-muenster.de/PeaCon/hw-online/06-krys-woelfe.htm

Anton Reiser

Anonym 17. April 2012 um 15:29  

So schlaglichtartig hat schon lange keiner mehr das Gleichgeschaltete der Medien in der Öffentlichkeit thematisiert wie heute Breivik, der norwegische Attentäter. Daß er gerade den Multikulturalismus als Aufhänger nahm, ist zwar unglücklich, aber mit der Gleichschaltung hat er natürlich Recht.
Wäre traurig, wenn gerade durch jemanden wie ihn das Thema in den Köpfen der Leute aufblitzt.

Anonym 17. April 2012 um 16:50  

Warum kann Deutschland nicht mit nur ein paar Leuten aufwarten, die so entschlossen für die linke Sache auftreten, wie Anders Breivik, OHNE dabei Menschen zu Schaden kommen zu lassen?
Ich frage mich selbst, warum mir das so schwer fällt.

L'Immigant 23. April 2012 um 06:15  

Das leichte Gewand trägt schwere blutrote Flecken. Immer wieder, wenn die Wahrheit des Krieges durch die weichgespülten, Einheitsmedien dringen und das Leid spürbar wird. Immer wenn man realisiert, dass in seinem Namen Wirtschaftskriege geführt werden, in denen auf Zivilisten und Sanitäter geschossen wird...

Die Politdarsteller bekommen einen Maulkorb und die Masse steht unter Generalverdacht, der große Bruder ist die Symbiose aus Pharma-Waffen-und-Geldindustrie. Wir sind die nutzbringenden Sklaven in einem perfiden System, dass es nicht mehr nötig hat seine Sklaven gefangen zu nehmen, zu foltern, zu vergewaltigen und zur Arbeit zu zwingen.

Das System ist so konzipiert das wir uns selbst zwingen zu arbeiten, egal wie sinnlos sie auch sein mag. Die Masse arbeitet in der Halluzination reich zu werden für genau so viel Geld wie man zum überleben und ein Dach über dem Kopf braucht.

Der Status zwingt die Leute in die Abgeschiedenheit der Angst. Schließlich muss man mehr haben und mehr besitzen wie die anderen. Übrig bleibt ein teures Auto für das man Jahrzehnte teuer bezahlt und der falsche Schein des imaginären Status für den man seine Integrität geopfert hat.

Das alles passiert ausgerechnet zu einer Zeit in der fast das gesamte Wissen, frei und offen zugänglich ist. Leider ist es auch eine Zeit, in der die Masse so gut wie nie zuvor gleichgeschaltet konditioniert wurde, auf eine Art und Weise, dass man das Fürchten bekommt.

Die Schaben unter der Oberfläche der sauber glänzenden Speckschicht dieses Systems, werden zahlreicher und der Hunger steigt von Tag zu Tag. Der Hunger nach echten Werten, die mehr als nur hohle Phrasen sind, wie sie von Politikern missbraucht werden. Nach Mitmenschlichkeit, Freiheit, Lebensfreude und einem Ausgleich für unsere Gesellschaft und noch wichtiger für die Umwelt die uns ertragen muss und ernährt.


Beste Grüße die aus dem Hummer winkende Kakerlake,

www.grafipolitisch.blogspot.com

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